Guten Tag zusammen,
nachdem das Buch nun ein paar Wochen auf dem Markt ist und ich das erste Feedback erhalten habe, möchte ich ein paar Punkte aufgreifen. Vorher aber vielen Dank an alle, die mir geschrieben oder hier im Blog einen Kommentar hinterlassen haben. Insbesondere möchte ich hier noch einmal Herrn R. Locke danken, der mir viele gute Anregungen zukommen lies.
Erscheinungszeitpunkt
Einer der Kritikpunkte war, dass der Zeitpunkt des Erscheinens unglücklich gelegt war. Das kann ich leider nicht ganz abstreiten. Das Problem dabei ist, dass so ein Buchprojekt recht langwierig ist. Das heißt, wenn man ein solches Buch schreibt, dann dauert das üblicherweise mindestens ein halbes Jahr. In diesem Fall hat das sogar noch ein wenig länger gedauert. Somit war der Erscheinungszeitpunkt schon lange festgelegt bevor die Version 1.5 des Zend Frameworks überhaupt im Gespräch war. Das ist übrigens auch der Grund warum sich im Buch hier und da die Anmerkung findet, dass bestimmte Dinge in der Version 1.1, die es ja nie gab, geändert werden sollen. Anyway, irgendwann muss man ein Buch halt auf den Markt bringen und es wird halt auch immer eine neue Version des ZF geben. Von daher wird bei einem Buch zu einer Software die recht schnell weiterentwickelt wird wohl kein Zeitpunkt wirklich perfekt sein.
Coding Style
OK, ich gebe es zu, ich habe mich bei der Erstellung der Listings nicht an den Coding Style des Zend Frameworks gehalten. Das hat den Grund, dass ich bestimmte Dinge halt in einem anderen Stil bevorzuge. Außerdem muss ich gestehen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sich jemand daran stört, dass ich mich nicht an den Coding Style halte, da ich ja keine Klasse für das Framework erstelle sondern nur damit arbeite. Gut, man lernt nie aus, es hat doch den ein oder anderen gestört und ich gelobe Besserung. In der nächsten Auflage werde ich die Listings anpassen.
Vorstellung einzelner Pakete
Eines der grundlegenden Konzepte des Buches ist es, dass ich immer bemüht war die Pakete einzeln vorzustellen. Der Hintergrund ist, dass ich sehr viele Projekte kenne in denen verschiedene Frameworks gemischt genutzt werden. Als Consultant habe ich inzwischen viele PHP-Anwendungen in unterschiedlichster Qualität gesehen. Es war eigentlich in keinem Fall so, dass man dabei konsequent nur auf ein Framework gesetzt hätte. Gerade so Dinge wie PEARs alt gedientes Quickform trifft man sehr oft. Daher dachte ich, dass es hilfreicher wäre die Komponenten “stand-alone” zu beschreiben damit sie auch alle “atomar” eingesetzt werden können. Natürlich müsste ich an dieser Stelle eigentlich das “Zend Framework Fähnchen” hochhalten und dafür werben, dass man immer alles mit dem ZF machen sollte. Allerdings entspricht das meiner Erfahrung nach nicht unbedingt den Anforderungen im Programmieralltag. muss ich auch zugeben, dass ich mir beim Schreiben an der ein oder anderen Stelle schon komisch vorkam wenn ich die Komponenten nicht miteinander verknüpft habe. Andererseits wäre es halt auch unschön, wenn man erst Zend_Db lernen und verstehen muss um ein Code-Beispiel zu Zend_Feed zu verstehen. Und hier möchte ich die Frage einfach mal an Dich / Sie richten. Was hättet Ihr / hätten Sie erwartet? Sollen die Klassen alle zusammen erläutert und somit Abhängigkeiten geschaffen werden die beim Lernen vielleicht hinderlich sind? Gerade wenn das Buch als Nachschlagewerk genutzt werden soll könnte das stören. Oder macht es Sinn die Klassen weiterhin einzeln vorzustellen und vielleicht zwei oder drei kleine Projekte zu ergänzen, in denen die Klassen dann kombiniert genutzt werden? Anregungen und Vorschläge bitte einfach hier als Kommentar posten oder als Mail an zf-buch@netviser.de. Danke
Oh, und wenn es weitere Anregungen oder Kritikpunkte (oder vielleicht auch Lob?) gibt, dann immer her damit…